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Packliste für Namibia: Was auf die Reise mitkommt

Schichten, Schuhe, Tagesrucksack, Reiseadapter, weiche Tasche fürs Kleinflugzeug, Safari, Selbstfahrerreise und Camping: eine modulare Liste, die du mit deinen Anbietern abgleichst.

Kettely BLARY

Der typische Fehler beim Packen für Namibia: Man stellt sich nur ein Wetter vor. Man sieht die Dünen, denkt an Hitze und stapelt T-Shirts. Dann kommt der Morgen, an dem du in Etosha vor Sonnenaufgang, in eine Decke gewickelt, nach deinem Fernglas tastest. Oder der späte Nachmittag in Swakopmund, an dem dich der Atlantikwind daran erinnert, dass eine griffbereite Windjacke manchmal mehr für die Laune tut als ein Safarihut – auch wenn sie auf Fotos weniger hermacht.

Die kurze Antwort: Pack nach dem Zwiebelprinzip, nimm zwei bereits eingelaufene Paar Schuhe und einen kleinen, gut sortierten Tagesrucksack mit. Weitere Module kommen nur dazu, wenn deine Route sie verlangt: Safari, Camping, Wandern oder ein Flug im Kleinflugzeug.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kleidung: leichtes Hemd, dünnes Fleece und Windjacke. Laut Namibia Tourism Board können die Nächte im Winter (Mai bis September) unter null fallen, selbst nach einem warmen Nachmittag.
  • Strom: Steckdosen der Typen D und M mit drei runden Stiften, 220 V und 50 Hz. Nimm einen passenden Adapter mit und frag den Autovermieter, welche Anschlüsse das Fahrzeug hat.
  • Kleinflugzeug: In seinem planmäßigen Flugnetz begrenzt FlyNamibia Safari für die Saison vom 1. Mai bis 30. November 2026 das Gepäck auf 20 kg pro Person, alles inklusive, in einer weichen Tasche ohne Rollen und ohne Gestell. Andere Flüge haben eigene Regeln.
  • Gesundheit: Das Malariarisiko konzentriert sich auf den Norden und Nordosten des Landes; für Windhoek meldet die CDC keine Übertragung. Über die Vorbeugung entscheidest du mit einer Ärztin oder einem Arzt – mit der Routenkarte in der Hand.
  • Bevor du packst: Frag Unterkunft, Autovermieter und Guide, was sie stellen. Ihre Antwort nimmt oft mehr aus dem Gepäck heraus, als sie hinzufügt.

Das richtige Gepäck ist also nicht das größte. Es ist das, in dem du eine warme Schicht, eine Trinkflasche oder ein Kabel findest, ohne den ganzen Kofferraum am Straßenrand auszuräumen. Hier ist eine Methode, wie du nach Route, Jahreszeit und Reisestil packst, ohne jede Etappe in einen Umzug zu verwandeln.

Vor der Packliste: Skizziere deine tatsächliche Reise

Beginne mit vier Fragen. Übernachtest du überwiegend in Lodges, auf Campingplätzen oder gemischt? Hast du mehrere Tage einen Mietwagen? Stehen Wanderungen, frühe Pirschfahrten oder ein Ausflug an die Küste auf dem Programm? Und wie oft kannst du Wäsche waschen? Die Antworten zählen mehr als jede allgemeine Liste aus dem Netz. Nimm eine fünfte Frage dazu, falls sie dich betrifft: Fliegst du eine Strecke im Kleinflugzeug? Sie bestimmt die Form deines Gepäcks.

Wer Windhoek, Sossusvlei, Swakopmund und Etosha verbindet, erlebt mehrere Klimawelten: trockene Luft und Staub auf der Straße, grelles Licht in der Wüste, kühle Küstenluft und dann teils sehr frühe Starts zur Tierbeobachtung. Du packst also für wechselnde Landschaften, nicht nur fürs Wetter. Wenn die Reihenfolge deiner Stationen noch offen ist, beginne mit unserem Guide Die erste Namibia-Reise: von der Idee zur Route. Ein Koffer wird viel einfacher, sobald die Route nicht mehr abstrakt ist.

Die Regel, die Platz spart: Pack Schichten, die zueinander passen, statt eines kompletten Outfits pro Tag. Ein leichtes Hemd, ein dünnes Fleece und eine Windjacke decken weit mehr Situationen ab als drei einzeln ausgewählte Teile.

Das Drei-Schichten-Prinzip – von der Wüste bis zur Küste

Fleecejacke, leichte Jacke, Tuch und Hut über einem Stuhl, davor Wanderschuhe und eine Trinkflasche, in der Abenddämmerung.
Illustration: Eine warme Schicht und eine Windjacke bleiben nützlich, auch wenn ein heißer Nachmittag angesagt ist.

Für den Tag eignet sich leichte, atmungsaktive Kleidung, die auch nach Stunden im Auto noch bequem ist. Ein oder zwei langärmelige Hemden schützen vor Sonne und Staub, ohne dass du dir stündlich die Arme eincremen musst. Dazu T-Shirts, zwei bequeme Hosen und schnell trocknende Unterwäsche. Gedeckte Farben sind auf Safari praktisch, aber du musst nicht deine ganze Garderobe in Beige neu kaufen: Bequemlichkeit und Unauffälligkeit sind wichtiger als eine Verkleidung.

Die zweite Schicht muss griffbereit bleiben. Ein dünnes Fleece oder ein warmer Pullover reicht oft für einen Start vor Sonnenaufgang, einen Abend draußen oder einen plötzlichen Temperatursturz. Die dritte Schicht ist eine leichte, winddichte Jacke. Sie ist vor allem an der Küste und im offenen Fahrzeug Gold wert.

Die Klimahinweise des Namibia Tourism Board stützen diese Logik. Das Fremdenverkehrsamt beschreibt angenehme Wintertage (Mai bis September), weist aber darauf hin, dass die Temperaturen dann unter null fallen können. Es erwähnt mögliche eisige Nächte in der Namib-Wüste und eine vom Benguelastrom gekühlte Küste mit häufigem Nebel am Morgen und am späten Nachmittag. Das sind Tendenzen, keine Vorhersage: Frag deine Unterkunft auch, welche Temperaturen sie in der Woche vor deiner Ankunft tatsächlich misst. Wenn der Reisemonat noch nicht feststeht, hilft dir unser Artikel Wann nach Namibia? Reisezeit und Route aufeinander abstimmen, zwischen Hitze, Regen und kalten Nächten abzuwägen, bevor du an Kleidung denkst.

Pack schließlich ein etwas schickeres, schlichtes und knitterarmes Outfit ein, wenn du gern essen gehst oder einen Abend in der Stadt verbringst. Meist musst du nicht wie für einen Empfang gekleidet sein: sauber, bequem und dem Ort angemessen reicht völlig.

Zwei Paar Schuhe sind besser als ein heldenhaftes

Der beste Schuh ist der, den dein Fuß schon kennt. Nagelneue Wanderstiefel auf den Steinen der Naukluft einlaufen zu wollen, ist durchaus lehrreich – nur selten so, wie man es sich erhofft hatte. Für eine klassische Route deckt ein geschlossenes Paar mit stabiler Sohle kurze Wanderungen, staubige Pisten und Besichtigungen ab. Ergänze es mit robusten Sandalen oder leichten Schuhen für die Lodge, die Campingdusche und den Feierabend.

Eine anspruchsvolle Wanderung, vor allem im Süden, ändert das Anforderungsprofil komplett: Halt, Sohle, passende Socken, Blasenschutz und die Möglichkeit, Wasser zu tragen. Bevor du etwas kaufst, frag den Guide oder Veranstalter nach Gelände, tatsächlicher Dauer, Höhenmetern, dem Gepäck, das du selbst tragen musst, und gestellter Ausrüstung. Schick ihm diese Liste schriftlich: Seine Antwort ist mehr wert als ein Tipp im Sportgeschäft.

Der Tagesrucksack: deine Kommandozentrale

Das große Gepäck kann im Kofferraum oder in der Unterkunft bleiben. Der kleine Rucksack muss dich begleiten, ohne zur Last zu werden. Ideal ist ein bequemes Modell, in das eine Trinkflasche, eine warme Schicht, Sonnenschutz, wichtige Papiere, eine Powerbank und ein kleines Erste-Hilfe-Set passen. Ein weicher Rucksack lässt sich oft leichter im Fahrzeug verstauen als ein steifes Modell voller Schnallen und Extras.

  • Ganz oben: Sonnenbrille, Hut, Lippenbalsam, Taschentücher und Sonnencreme.
  • In einem geschützten Fach: Handy, Powerbank, kurzes Kabel, Speicherkarten und eine Offline-Kopie deiner Buchungen.
  • Griffbereit: dünnes Fleece oder Windjacke – nicht unter vier Tagen Wäsche.
  • In einem separaten Beutel: persönliche Medikamente, Pflaster und Produkte, die du mit medizinischem Fachpersonal ausgewählt hast.

Nimm einen leeren Beutel mit, um alles Staubige, Feuchte oder Sandige vom Rest zu trennen. Zu Hause wirkt dieses Detail unscheinbar; nach einem Tag auf Schotterpiste hältst du es plötzlich für eine geniale Idee.

Hartschalenkoffer oder Reisetasche: zuerst das Kleinflugzeug prüfen

Für eine Selbstfahrerreise funktionieren beide Formate. Ein Hartschalenkoffer schützt Zerbrechliches besser; eine weiche Tasche passt leichter in einen Kofferraum, in dem schon Kühlbox, Ersatzrad oder Campingausrüstung liegen. Entscheide nach dem, was darin reist, und nach dem tatsächlichen Platz im Fahrzeug, nicht aus Gewohnheit.

Sobald ein Kleinflugzeug ins Spiel kommt, kann die Frage zur festen Vorgabe werden. Auf der Infoseite zu seinem planmäßigen Flugnetz, abgerufen am 4. Oktober 2026, legt FlyNamibia Safari für die Saison vom 1. Mai bis 30. November 2026 ein Maximum von 20 kg pro Person fest, Handgepäck und Fotoausrüstung inklusive. Das Gepäck muss eine weiche Tasche ohne inneres oder äußeres Gestell, ohne Teleskopgriff und ohne Rollen sein. Diese Regel gilt für diesen Service und diese Saison: Ein regulärer Inlandsflug, ein anderer Anbieter oder ein privater Charterflug hat eigene Bedingungen, die du im Ticket nachlesen oder dir schriftlich bestätigen lassen solltest.

Kombiniert deine Reise Straße und Luft, pack den Flugteil in eine weiche Tasche, die du zu Hause gewogen hast – Kamera inklusive. Frag dann die Agentur, den Autovermieter oder die Unterkunft am Abflugort, ob du den Rest dort lassen kannst und zu welchen Bedingungen. Unser Guide zum Buchen einer Überlandfahrt in Namibia zeigt, welche Fragen du vor einem Inlandsflug oder einem Shuttle stellen solltest.

Safari: besser beobachten, ohne ein Fotostudio mitzuschleppen

Ein Fernglas verändert das Erlebnis wirklich: Du kannst beobachten, ohne die Distanz zum Tier verringern zu wollen. Reist ihr zu zweit, überlegt, ob ein Fernglas beim langen Warten an einem Wasserloch reicht. Teilen ist eine schöne Tugend, stößt aber an Grenzen, wenn am anderen Ende der Pfanne ein Elefant auftaucht.

Beim Fotografieren gilt: Nimm die Kamera, mit der du umgehen kannst. Dazu Akkus, Ladegerät, Speicherkarten, ein weiches Tuch und Staubschutz. Wechsle das Objektiv nicht mitten in einer Sandböe. Ein einfacher Packsack oder eine passende Hülle schützt die Ausrüstung auch beim Transfer. Fotografierst du mit dem Handy, schaff vor der Abreise Speicherplatz und aktiviere ein Back-up, sobald du Netz hast. Und wenn ein Flug im Kleinflugzeug geplant ist: Wieg die Fototasche mit dem übrigen Gepäck – sie zählt zum Limit.

Eine geführte Safari stellt vielleicht Decken, Wasser oder Ferngläser, aber nichts davon ist selbstverständlich. Frag vor der Buchung nach Startzeit, Dauer, Fahrzeugtyp, maximaler Gruppengröße und Leistungen. Wie so ein Tag abläuft, zeigt dir unser Guide für die erste Reise nach Etosha; danach kannst du Safari-Anbieter auf Ayivoo durchsehen und zwei oder drei von ihnen genau diese Fragen stellen.

Selbstfahrer: Was in den Innenraum gehört

Unterwegs ist die Aufteilung deiner Sachen fast so wichtig wie ihr Inhalt. Wasser, Snacks, eine Jacke, die Sonnenbrille, die Daten der nächsten Etappe und Offlinekarten gehören in den Innenraum. Den Rest packst du so, dass du nicht bei jedem Halt alle Taschen öffnen musst. Eine Stirnlampe ist auf dem Campingplatz nützlich, aber auch, wenn du nach Sonnenuntergang etwas im Kofferraum suchst.

Zum Strom: Namibische Wandsteckdosen sind vom Typ D und M mit drei runden Stiften, bei 220 V und 50 Hz, so die britische Organisation für Elektrosicherheit Electrical Safety First. Ein Adapter für beide Formate erspart dir die böse Überraschung am ersten Abend; prüf außerdem, ob deine Ladegeräte 220 V vertragen. Manche Unterkünfte haben andere Steckdosen, andere liefern nur zu bestimmten Zeiten Strom: Frag lieber nach, statt es vorauszusetzen.

Nimm Kabel mit, die zu deinen Geräten passen, und frag den Vermieter, welche Anschlüsse im Fahrzeug vorhanden sind. Ein Adapter für den Zigarettenanzünder oder USB kann nützlich sein, doch das richtige Modell hängt von der tatsächlichen Ausstattung ab. Dasselbe gilt für Fahrzeugzubehör: Stell dir kein Pannenset aufs Geratewohl zusammen. Frag lieber, welche Reifen, Werkzeuge, Ersatzräder und Pannenhilfe enthalten sind, und lass dir deren Gebrauch zeigen, bevor du die Station verlässt.

Unser Guide Sossusvlei: Sicherheit und Logistik erklärt nützliche Gewohnheiten auf Pisten und rund um den Park. Steht deine Route fest, kannst du außerdem 4×4-Vermieter auf Ayivoo finden und jedem genau dieselben Fragen schicken: angebotenes Modell, Reifen, Pannenhilfe, Fahrbeschränkungen und enthaltene Ausrüstung. Ein Eintrag zeigt dir, wen du kontaktieren kannst; er sagt dir nicht, was zu deinen Daten noch frei ist.

Camping: ein Modul dazu, kein zweites Zuhause

Camping braucht ein paar spezielle Dinge: Stirnlampe, kleine Zusatzlampe, schnell trocknendes Handtuch, Sandalen, Wäschebeutel, warme Kleidung für die Nacht und eventuell eine Schlafmaske. Zelt, Bettzeug, Tisch, Stühle, Kühlbox, Kocher und Geschirr können aber in der Miete enthalten sein. Die einzige verlässliche Checkliste ist daher die, die du nach der Inventur mit dem Vermieter bekommst.

Lass dir den Zeltaufbau zeigen und mach ihn vor der Abfahrt einmal selbst. Prüf auch, wie Kühlschrank oder Kühlbox funktionieren, wo das Kochzubehör liegt und was sauber zurückgegeben werden muss. Diese Viertelstunde erspart dir einen ersten nächtlichen Aufbau, der sich anfühlt wie eine Denksportaufgabe im Scheinwerferlicht.

Zur Planung deiner Etappen kannst du Campingplätze unter den Unterkunftseinträgen auf Ayivoo suchen und jeder ausgewählten Adresse drei einfache Fragen stellen: Gibt es Sanitäranlagen vor Ort, Zugang zu Strom, und bis wann ist die Ankunft möglich? In abgelegenen Gegenden ist ein später Check-in nicht immer machbar.

Hygiene, Gesundheit und Sonne: präzise bleiben, ohne Arzt zu spielen

Nimm deine üblichen Medikamente in der Originalverpackung mit, dazu die Unterlagen, die deine Situation erfordert. Ergänze eine kleine Reiseapotheke, die du nach deiner Route und mit Rat von medizinischem Fachpersonal zusammenstellst: Pflaster, Desinfektionsmittel, Blasenpflaster und Produkte, mit denen du umgehen kannst. Gesundheitsempfehlungen hängen von Region, Jahreszeit, Aktivitäten und Person ab; prüf sie kurz vor der Abreise bei den zuständigen Stellen und bei deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Gegen Sonne und trockene Luft helfen Sonnencreme, ein Hut mit breiter Krempe, gute Sonnenbrille, Lippenbalsam und Feuchtigkeitscreme. Eine wiederverwendbare Trinkflasche bleibt sinnvoll, aber verlass dich nicht auf Leitungswasser: Die Reisehinweise des französischen Außenministeriums empfehlen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen oder durch Filtern, Abkochen oder ein Desinfektionsmittel aufbereitetes Wasser zu trinken. Frag an jeder Station, was deine Unterkunft bereitstellt oder empfiehlt.

Bei Malaria zählt die Karte deiner Route, nicht ein Wüstenfoto. Die US-Gesundheitsbehörde CDC verortet auf ihrer am 25. August 2026 überprüften Seite die Übertragung in den Regionen Kavango-Ost und -West, Kunene, Ohangwena, Omaheke, Omusati, Oshana, Oshikoto, Otjozondjupa und Sambesi. Anderswo hält sie sie für selten, in Windhoek für nicht vorhanden. Die französischen Hinweise, aktualisiert am 15. September 2026, nennen ebenfalls den Norden und Nordosten mit höherem Risiko in der Regenzeit, berücksichtigen aber nur die nordöstlichen Teile von Otjozondjupa und Omaheke und erwähnen Kunene nicht. Die beiden Listen decken sich also nicht Wort für Wort. Führt deine Route nach Etosha, in die Regionen Kavango oder Sambesi, zeig sie einer Ärztin, einem Arzt oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle: Dort wird über Mückenschutz, bedeckende Kleidung und eine eventuelle Prophylaxe entschieden.

Dokumente und Digitales: eine Kopie, die ohne Netz funktioniert

Führ Reisepass, Führerschein, Verträge, Versicherungen und Bestätigungen gemäß den zum Reisezeitpunkt geltenden Vorgaben mit. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, prüf vor der Abreise die offiziellen Quellen. Bewahre eine verschlüsselte digitale Kopie auf und eine offline zugängliche Version von allem, was du unterwegs brauchst: Adresse der ersten Unterkunft, Kontakt des Vermieters, Buchungen und Notfall- bzw. Hilfsnummern.

Lade deine Karten herunter, bevor du das WLAN verlässt, und markiere jede Unterkunft. Ein Firmenname allein reicht nicht immer, um eine Einfahrt an einer Piste zu finden. Frag, ob die Unterkunft GPS-Koordinaten, einen Orientierungspunkt oder eine Anfahrtsbeschreibung liefert. An einem langen Fahrtag ist diese Angabe mehr wert als eine am Vorabend installierte neue App.

Eine modulare Checkliste statt einer endlosen Liste

Weiche Reisetasche, gefaltete Kleidung, Schuhe, Sandalen, Stirnlampe, Fernglas, Trinkflasche, Erste-Hilfe-Set und Packbeutel auf einem Tisch ausgebreitet.
Illustration: Gutes Gepäck entsteht in Modulen – Kleidung, Gehen, Beobachten, Gesundheit und Selbstständigkeit unterwegs.
Immer dabeiJe nach Reise ergänzenVor dem Einpacken klären
Leichte Schichten, Fleece, Windjacke, Hut, Sonnenbrille, TrinkflascheBadesachen, leichtes Handtuch, Sandalen, wärmere KleidungNachttemperaturen und Waschmöglichkeiten
Eingelaufene Schuhe, Tagesrucksack, SonnenschutzTrekkingschuhe, Stöcke, RegenschutzGelände, selbst zu tragendes Gepäck und vom Guide gestellte Ausrüstung
Handy, Kabel, Powerbank, Adapter Typ D und M, Offline-DokumenteKamera, Fernglas, SpeicherkartenAnschlüsse im Fahrzeug, Strom in der Lodge, gestellte Ferngläser
Gepäck passend zur StreckeWeiche Tasche ohne Rollen und Gestell für einen Flug im KleinflugzeugHöchstgewicht, vorgeschriebene Taschenform und Anrechnung der Fotoausrüstung je nach Fluganbieter
Persönliche Medikamente und passende ReiseapothekeMückenschutz oder empfohlene SpezialausrüstungAktuelle offizielle und ärztliche Gesundheitsempfehlungen für die bereisten Regionen

Die Nachricht, die du vor dem Zumachen der Tasche schickst

Eine Woche vor der Abreise schickst du diese Nachricht an deine Unterkunft, deinen Guide oder deinen Autovermieter:

Hallo, wir kommen am [Datum] an und planen [Aktivität]. Könnten Sie mir bitte die üblichen Temperaturen morgens und abends nennen, die gestellte Ausrüstung, eventuelle Gepäckbeschränkungen, die Lade- und Waschmöglichkeiten sowie die Schuhe oder Kleidung, die Sie derzeit empfehlen? Vielen Dank.

Die Antwort nimmt oft mehr aus dem Koffer heraus, als sie hineinlegt. Sie verhindert auch, dass du Ausrüstung kaufst, die schon gestellt wird, oder umgekehrt zu spät merkst, dass eine warme Schicht in den Tagesrucksack gehört hätte. Heb sie schriftlich auf: Sie ist ein guter Anhaltspunkt fürs Packen; wozu sich Vermieter oder Unterkunft verpflichten, hängt von deinem Vertrag und deinen Buchungsbedingungen ab, und das Wetter kann niemand garantieren.

Letzte Auswahl: die Bett-Methode

So würde ich vorgehen: alles aufs Bett legen und Doppeltes aussortieren, bevor die Tasche gefüllt wird. Ein komplettes Outfit für einen kalten Morgen, einen heißen Tag und eine Etappe an der Küste zusammenstellen. Die nötigen Module – Safari, Camping, Wandern, Kleinflugzeug – erst ergänzen, wenn geklärt ist, was die Anbieter stellen und was die Betreiber erlauben. Und zum Schluss etwas Platz frei lassen. Er reicht für Einkäufe unterwegs, ein bewusst gewähltes Souvenir oder einfach das seltene Vergnügen, eine Tasche zu schließen, ohne sich daraufzusetzen. Das Ziel ist nicht, alles dabei zu haben, sondern für das bereit zu sein, was deine Route wirklich bringt.

Wenn deine Liste steht, halte die Nachricht oben für jede gewählte Unterkunft, jeden Vermieter oder Guide bereit. Ein guter Austausch vor der Abreise ist oft mehr wert als ein Kilo Ausrüstung „für alle Fälle“.

Häufige Fragen, bevor der Koffer zugeht

Welchen Reiseadapter brauche ich für Namibia?

Namibische Wandsteckdosen sind vom Typ D und M mit drei runden Stiften, bei 220 V und 50 Hz, so Electrical Safety First. Ein Adapter für beide Formate genügt, wenn deine Ladegeräte 220 V vertragen. Zum Laden im Auto frag den Vermieter, welche Anschlüsse das Fahrzeug hat.

Brauche ich eine weiche Tasche statt eines Hartschalenkoffers?

Für eine Selbstfahrerreise ist das keine Pflicht, auch wenn sich eine weiche Tasche leichter verstauen lässt. Bei einem Flug im Kleinflugzeug kann sie vorgeschrieben sein: FlyNamibia Safari verlangt in seinem planmäßigen Flugnetz für die Saison vom 1. Mai bis 30. November 2026 eine weiche Tasche ohne Rollen und Gestell sowie höchstens 20 kg pro Person, alles inklusive. Andere Flüge haben eigene Bedingungen, die du im Ticket prüfen solltest.

Muss ich mich in Namibia vor Malaria schützen?

Das hängt von den bereisten Regionen und der Jahreszeit ab. Die CDC (Seite überprüft am 25. August 2026) und die französischen Reisehinweise (aktualisiert am 15. September 2026) verorten das Risiko im Norden und Nordosten, mit Regionslisten, die nicht genau übereinstimmen; für Windhoek meldet die CDC keine Übertragung. Über die Vorbeugung entscheidet eine Ärztin oder ein Arzt anhand deiner Route.

Kann man das Leitungswasser trinken?

Die Reisehinweise des französischen Außenministeriums empfehlen, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen oder aufbereitetes Wasser zu trinken. Nimm eine Trinkflasche mit und frag jede Unterkunft, was sie bereitstellt oder empfiehlt; schließ nicht von einer Station auf die nächste.

Wird es nachts wirklich kalt?

Im Winter, von Mai bis September, können die Temperaturen laut Namibia Tourism Board unter null fallen, und die Nächte in der Namib-Wüste können eisig sein. Ein Fleece und eine Windjacke griffbereit im Tagesrucksack reichen oft für Starts vor Sonnenaufgang; fürs Camping frag den Vermieter, wie warm das gestellte Bettzeug tatsächlich ist.

Ist Campingausrüstung bei einem gemieteten 4×4 dabei?

Manchmal, aber nicht standardmäßig. Zelt, Bettzeug, Kühlbox, Kocher und Geschirr können je nach Vermieter und Vertrag enthalten sein oder nicht. Lass dir vor der Abfahrt ein schriftliches Inventar geben und bau das Zelt einmal an der Station auf.

Quellen und letzte Prüfung

Diese Gesundheitsregeln und Gepäckbedingungen können sich ändern: Lies sie in der Woche vor der Abreise noch einmal nach.

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